GenerationenUNI 2017

Dialogprojekt im September und Oktober 2017

Hineinspaziert! Umschauen in Wien
Dialoginstitut für Politische Bildung, Generationen und Kulturen in Kooperation mit
Kulturkontakt Austria, Berufsschule für Frisur, Maske und Perücke/Wien 16,
Musisches Zentrum Wien und Volkskundemuseum Wien

Das Projekt wurde im Oktober 2018 im Stadtschulrat für Wien mit einem Preis im
Rahmen von „Vielfalt macht Schule" ausgezeichnet.

Der Preis wurde besonders engagierten und innovativen Schulen und deren SchülerInnen
verliehen, die in den letzten Jahren Projekte zum Umgang mit Vielfalt durchgeführt
haben. Zu den Mitgliedern der Jury zählten VertreterInnen des Menschenrechtsbüros der
Stadt Wien, des UNHCR Österreich und des Stadtschulrats für Wien.

Abschlusspräsentation am 19. Oktober 2017 (Einladung) (Fotogalerie_Projekt) (InfoBlatt) (fb)

Projektbeschreibung
Tausende Schutzsuchende aus unterschiedlichsten Konflikt- und Krisenregionen sind in den letzten Jahren
nach Österreich eingewandert, ein Eindämmung dieses Zuzugs wird zwar angestrebt, ist jedoch zumindest
kurzfristig nicht in Sicht. Die Bereitschaft, diese Menschen aufzunehmen, scheint dabei kontinuierlich zu sinken.
Dennoch: Sie sind da, sie leben neben uns – Flüchtlinge und MigrantInnen, traumatisiert von Kriegs-, Leid- und
Fluchterfahrung, Armut und Perspektivenlosigkeit sowie diktatorischen, rückschrittlichen Gesellschaftssystemen
und fundamentalistischen Religionen. Im Zuge ihrer Wanderungsbewegungen treffen sie auf westliche
Gesellschaften, deren Prämisse die Werte der Demokratie – Freiheit, Gleichheit, Mitmenschlichkeit und
Partizipation – sind oder zumindest sein sollen.

Das Dialogprojekt „Hineinspaziert! Umschauen in Wien“ wollte vor diesem Hintergrund zwanglose,inspirierende
und informative Begegnungen von Jugendlichen einer Wiener Berufsschule mit Menschen anderer Generationen
und Kulturen ermöglichen, initiieren und ein kleines Stück begleiten, um so dem Ziel eines gedeihlichen
Miteinanders ein Stück näher zu kommen.

Mitwirkende:
Christa Nowshad / Kulturvermittlerin und Soziologin / Mödling,
Gabriele Stöger / Kulturvermittlerin und Theaterwissenschafterin / Wien,
Robert Reiter / Multimedia Consulting / Wien,
Elisabeth Pfersich / StadtführerIn / Wien,
Lehrlinge im Alter von 16 – 22 Jahren der Berufsschule für Frisur, Maske und Perücke, Wien 16.,
SeniorInnen, u.a. der ARGE Schneeball des Volkskundemuseum Wien

(Details)

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RÜCKBLICK: Herbstsemester 2016

WIR WAREN DABEI… UND WIR SIND DABEI ...
Auf Spurensuche nach der Frauengeschichte der letzten hundert Jahre

Ein Projekt des Dialoginstituts für Politische Bildung, Generationen und Kulturen
in Kooperation mit KulturKontakt Austria, dem Stadtmuseum Wiener Neustadt
und der Landesberufsschule Wiener Neustadt

Im November und Dezember 2016 hat das Dialoginstitut für Politische Bildung, Generationen
und Kulturen im Auftrag von KulturKontakt Austria eines von insgesamt fünf modellhaften
Projekten durchgeführt. In diesem Rahmen haben sich 17 Lehrlinge (Industriekaufleute) im Zuge
künstlerischer Feldforschung mit spezifischen Aspekten der jüngeren Zeit- und Alltagsgeschichte
auseinandergesetzt.

Zum Abschluss des Projekts luden die BerufsschülerInnen am Do, 15. Dezember 2016 ins Stadtmuseum
Wiener Neustadt zu einer öffentlichen Präsentation der Ergebnisse ihrer Erkundungen, ihrer Gespräche mit
ZeitzeugInnen und ihrer Recherchen ein, um zu zeigen, welche Spuren sie ihrerseits im Stadtmuseum
gelegt haben..

Inhalt
Die BerufsschülerInnen hatten die Gelegenheit, sich im Zuge künstlerischer Feldforschung mit spezifischen
Aspekten der jüngeren Zeit- und Alltagsgeschichte auseinanderzusetzen. Gearbeitet wurde, nach einem
Vorstellungstermin in der Berufsschule, an vier Terminen im Museum, dazu individuell auch außerhalb der
Schule.

Im Zuge von Erkundungen im Stadtmuseum Wiener Neustadt, in Gesprächen mit ZeitzeugInnen und mittels
Recherchen im persönlichen Umfeld sammelten die Lehrlinge Material für die Gestaltung von
„Ausstelllungsinterventionen“, bei denen jedeR Einzelne persönliche Spuren in der Ausstellung
„Aus den Trümmern . Der Wiederaufbau in Wiener Neustadt“ legte.

Die Absicht dabei war, die Jugendlichen für Geschichte zu sensibilisieren, ihnen einen Begriff davon zu geben,
dass Geschichte etwas mit ihnen zu tun hat, dass sie von historischen Prozessen beeinflusst werden,
aber auch Einfluss darauf nehmen können.

Primär ging es darum, sie dazu anzuregen, ihre eigenen Fragen zu finden und sie bei der Suche nach Antworten
zu unterstützen.

Zentrale Fragestellungen
• Wo können sich (weibliche) Jugendliche, Mitglieder einer bunten Migrationsgesellschaft, in den Darstellungen von
Museen und Ausstellungen wiederfinden, was spricht sie an?
• Wie können (weibliche) Jugendliche einen Bezug zu der, auch heute noch oftmals verborgenen Geschichte der
Frauen herstellen?
• Wie können diese Jugendlichen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass sie Geschichte nicht nur erleiden, sondern
sie erleben und auch dann mitgestalten, wenn sie „gar nichts tun“?
• Wie kann der intergenerationelle Dialog die Auseinandersetzu
ng mit dieser Geschichte befördern – oder gar behindern?

Mitwirkende
Lehrlinge
: Ines Burmetler, Christoph Datzberger, Katrin Dier, Andrea Maria Dobler, Nadine Dreßler, Jasmin Feichtinger,
Carina Kammerhofer, Sophie-Marie Kopf, Anastasia Kudryasheva, Anastasia Kutschera, Sarah Manga, Nicole Mayrhold,
Thomas Mörth, Jennifer Pendlmayr, Anna Elena Reisinger, Lena Wagner und Shirin Wiltschko

ZeitzeugInnen: Oberst i.R. Wolfgang Grassl, Magdalena Haider, Maria Heissenberger, Edda Krausch, Dr. Franz Krausch,
Friederike Löb-Powaschnig, Bruno Schatzer und Hildegard Sagmeister für ihre Gesprächsbereitschaft und
Mag.a Sabine Schmitner für die Herstellung der Kontakte

Weiters: Mag.a Eveline Klein (Museumsleitung), Ingrid Riegler und die KollegInnen aus dem Stadtmuseum Wiener Neustadt
Dir.in Clementine Gschwandtner, Dipl.-Päd.in Martina Kralicek–Weißenböck und BOL Martin Lefor,
Landesberufsschule Wiener Neustadt

Ergebnisse
Texte der SchülerInnen
facebook
Fotos download

Konzept: Mag.a Christa Nowshad und Dr.in Gabriele Stöger

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23. September 2016, 19:30 Uhr
Univ.Prof. Dr. Anton Pelinka; „Die Wiederkehr der Vergangenheit?“
Aktuelle gesellschaftliche sowie politische Entwicklungen und die Parallelen
zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Vortrag
Treffpunkt Dominikanerhaus
4400 Steyr, Grünmarkt 1
www.treffpunkt-dominikanerhaus.at

download Einladung

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Vor dem Stadtmuseum Wiener Neustadt ...

Steyr 50 (1936) "Baby"


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Im Jahr 2014 folgte auf zwei Jahren GenerationenUNI eine Reflexions- und Erneuerungsphase und damit eine Pause für die
GenerationenUNI, Nach einer dritten GenerationenUNI im Sommersemester 2015 in Steyr und in Wien erfolgte die
Verlegung des Vereinssitzes nach Mödling.

Seither werden die Grundprinzipien der GenerationenUNI an neuen Standorten,
insbesondere Mödling und Wien, wieder aufgegriffen